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Nockenfolger

Kurvenrollen sind Wälzlager, bei denen ein dickwandiger Außenring (Rolle) und ein Gewindebolzen (Achse) zu einer Einheit verbunden sind. Die Montage erfolgt einfach durch Befestigen des Bolzens mit einer Mutter in einem Innengewinde oder einer Durchgangsbohrung des Maschinenrahmens; der Außenring rollt auf der Fläche eines Kurvenstücks oder einer Schiene, nimmt die Last auf und führt dabei. Sie werden in Kurvengetrieben, Führungsrollen von Fördereinrichtungen, Linearführungen, Werkzeugmaschinen und Verpackungsmaschinen eingesetzt. Als Wälzkörper stehen Nadelrollen mit Käfig sowie eine Vollrollenausführung mit erhöhter Tragfähigkeit zur Verfügung. Es gibt Ausführungen mit Exzenterbolzen zur Einstellung der Montageposition, abgedichtete Ausführungen mit Dichtung sowie Ausführungen mit zylindrischer und mit ballig (kronenförmig) ausgeführter Außenringlauffläche.

Nockenfolger richtig auswählen

  1. 1. Außendurchmesser passend zu Gegenfläche und Last wählen

    Der Außendurchmesser D bestimmt die Flächenpressung an der Gegenfläche, mit der die Rolle in Kontakt steht, sowie den benötigten Einbauraum. Bei den aufgeführten Produkten liegt er im Bereich von 16 bis 52 mm. Ein größerer Außendurchmesser senkt die Flächenpressung und verringert den Verschleiß der Gegenfläche. Die Auswahl erfolgt durch Abgleich mit den Abmessungen der Kurvennut oder Schiene.

  2. 2. Lebensdauer anhand der dynamischen Tragzahl prüfen

    Die dynamische Tragzahl Cr ist der Bezugswert für die Lebensdauerberechnung. Bei den aufgeführten Produkten liegt sie im Bereich von 9 bis 78 kN. Bei gleichem Außendurchmesser weisen Vollrollenausführungen und Ausführungen für hohe Belastung eine höhere Cr auf. Die erforderliche Lebensdauer wird aus der tatsächlichen Belastung und der Drehzahl berechnet und danach die Auswahl getroffen. Bei Stoßbelastung ist außerdem die statische Tragzahl C0r zu prüfen.

  3. 3. Zylindrische oder ballige Außenringlauffläche festlegen

    Eine ballige (kronenförmige) Außenringlauffläche mildert die einseitige Tragbildung durch Montagefehler und senkt die Spannungskonzentration an den Außenringkanten. Eine zylindrische Außenringlauffläche hat eine größere Berührungslänge und lässt die Flächenpressung an der Gegenfläche leichter sinken. Die Auswahl richtet sich nach der Genauigkeit der Gegenfläche und der Montagegenauigkeit.

  4. 4. Bolzendurchmesser und Gewinde für die Montage prüfen

    Der Bolzendurchmesser d und die Gewindebezeichnung bestimmen die erforderlichen Bearbeitungsmaße der Montagebohrung sowie das Anzugsmoment. Ist der Gewindeteil zu lang, kann er den Rahmen unter Umständen nicht durchdringen. Daher sind die Gesamtlänge B zusammen mit der Blechdicke des Rahmens und der Position der Mutter zu prüfen.

  5. 5. Bei Bedarf Exzenterausführung zur Positionierung wählen

    Bei der Ausführung mit Exzenterbolzen verschiebt sich die Position der Rolle beim Drehen des Bolzens, sodass sich die Anlage mehrerer Rollen und das Lagerspiel nach der Montage einstellen lassen. Der Exzenterbetrag beträgt bei den aufgeführten Produkten 0,25 bis 1 mm. Es ist zu prüfen, ob der benötigte Einstellbereich in diesem Bereich liegt.

  6. 6. Bei Staub und Kühlschmierstoff abgedichtete Ausführung wählen

    In Umgebungen mit Staub, Kühlschmierstoff oder Feuchtigkeit verringert eine abgedichtete Ausführung wie 2RS das Eindringen von Fremdkörpern und den Austritt von Fett. Ungedichtete Ausführungen haben einen geringeren Drehwiderstand, erfordern jedoch einen Wartungsplan mit regelmäßigem Nachschmieren über die Schmierbohrung.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.