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Schlauchschelle

Schlauchschellen klemmen einen Schlauch an einem Anschlussstutzen oder Rohr fest und verhindern so ein Abrutschen des Schlauchs sowie Flüssigkeitsleckagen. Sie werden auch als Schlauchklemmen bezeichnet. Zu den gängigen Bauarten gehören Schneckengewindeschellen, bei denen ein in das Band eingeprägtes Gewinde über eine Schraube gespannt wird, Drahtschellen, die einen Metalldraht umschlingen und mit einer Schraube festziehen, sowie Federschellen, die die Rückstellkraft einer Feder zum Spannen nutzen. Federschellen gleichen die Ausdehnung und Schrumpfung des Schlauchs bei Temperaturschwankungen gut aus und werden beispielsweise in Kühlwasserleitungen von Kraftfahrzeugen eingesetzt. Das Material reicht von verzinktem oder anderweitig beschichtetem Kohlenstoffstahl bis zu korrosionsbeständigem Edelstahl (z. B. SUS304). Sie werden breit an Schlauchverbindungen von Anlagen und Maschinen für Wasser-, Luft- und Ölleitungen eingesetzt.

Schlauchschelle richtig auswählen

  1. 1. Spannbereich passend zum Schlauchaußendurchmesser wählen

    Der Spannbereich gibt den Außendurchmesser des Schlauchs an, für den die Schelle geeignet ist; bei den aufgeführten Produkten liegt er bei 4 bis 200 mm. Messen Sie den Schlauchaußendurchmesser nach dem Aufstecken und wählen Sie eine Größe, bei der dieser Wert etwa in der Mitte des Bereichs liegt, damit genügend Klemmreserve vorhanden ist. Am Rand des Bereichs kann die Klemmkraft unzureichend sein oder das überstehende Bandende zu lang werden.

  2. 2. Bauart passend zur Anwendung wählen

    Schneckengewindeschellen decken einen großen Spannbereich ab und lassen sich leicht nachspannen. Drahtschellen sind wegen ihres dünnen Drahts für Schläuche mit kleinem Durchmesser geeignet. Federschellen halten die Klemmkraft auch bei Schrumpfung des Schlauchs durch Temperaturwechsel gut aufrecht, und einige Ausführungen sind für eine gleichmäßige Klemmkraft über den gesamten Umfang ausgelegt.

  3. 3. Material je nach Einsatzumgebung festlegen

    Schellen aus Kohlenstoffstahl sind preiswert, benötigen jedoch einen Korrosionsschutz. In Wasserbereichen, im Freien oder bei Kontakt mit Chemikalien eignen sich Schellen aus Edelstahl wie SUS304. Achten Sie außerdem auf Korrosion durch die Kombination mit dem Material von Anschlussstutzen und Gewindeteilen.

  4. 4. Korrosionsschutz der Oberfläche prüfen

    Bei Schellen aus Kohlenstoffstahl hängt die Korrosionsbeständigkeit von Art und Vorhandensein der Oberflächenbehandlung ab, etwa Verzinkung oder Geomet-Beschichtung (korrosionsschützende Beschichtung auf Zink-Aluminium-Basis). Bei Feuchtigkeit oder salzhaltiger Umgebung sollten Sie die Art der Behandlung prüfen, bevor Sie die Auswahl treffen.

  5. 5. Drahtstärke und Bandbreite im Hinblick auf die Schlauchbelastung beurteilen

    Der Drahtdurchmesser bei Drahtschellen liegt bei den aufgeführten Produkten zwischen 1 und 2,3 mm. Dünnere Drähte passen auf Schläuche mit kleinerem Durchmesser, erzeugen jedoch höheren Flächendruck und können sich in weiche Schläuche eindrücken. Breitere Bänder verteilen die Klemmkraft besser und schonen den Schlauch.

  6. 6. Mit dem empfohlenen Drehmoment anziehen

    Zu starkes Anziehen kann den Schlauch beschädigen und das Gewinde zerstören, zu geringes Anziehen führt zu Leckagen oder dem Abrutschen des Schlauchs. Wenn für ein Produkt ein empfohlenes Anzugsdrehmoment angegeben ist, ziehen Sie die Schraube mit einem Drehmomentschraubendreher auf diesen Wert an.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.