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Sicherungsmutter

Ein Sicherungsmutter (Lockmutter) wird in das Gewinde einer Welle, einer Adapterhülse oder einer Abziehhülse eingeschraubt und fixiert Wälzlager, Zahnräder und andere Bauteile axial in ihrer Position. Sie wird über die Nutaussparung am Außenumfang mit einem Hakenschlüssel angezogen und durch Sicherungsscheiben, Klemmclips oder Haltebleche gegen Verdrehen gesichert. Es gibt Standardausführungen (KM-, HM-, N- und AN-Reihen u. a.) sowie integrierte Befestigungs- und Präzisions-Sicherungsmuttern, die mit Gewindestiften oder Befestigungsstiften gegen Verdrehen gesichert werden. Die Gewinde sind metrisch (Regel- und Feingewinde) sowie für Großlager als Trapezgewinde und in Zollmaßen ausgeführt. Sie dienen auch dem Aufpressen von Lagern auf konische Wellen und dem Abziehen von Lagern mithilfe von Hülsen.

Sicherungsmutter richtig auswählen

  1. 1. Passendes Gewindemaß und Norm für die Welle wählen

    Die Mutter muss exakt zum Gewinde der Welle oder Hülse passen. Da Feingewinde wie M10×0,75, Trapezgewinde wie Tr220×4 und Zollgewinde (ANSI/ABMA) nebeneinander vorkommen, werden Nenndurchmesser, Steigung und Gewindenorm gemeinsam anhand der Zeichnung abgeglichen.

  2. 2. Gewindesysteme nicht verwechseln

    Die metrischen KM- und HM-Reihen und die Zoll-Reihen N und AN sehen ähnlich aus, sind jedoch nicht austauschbar. Bei großen Baugrößen gibt es Reihen mit Trapezgewinde, daher ist bei Instandhaltung an bestehenden Anlagen die ursprüngliche Norm zu prüfen.

  3. 3. Art der Verdrehsicherung festlegen

    Sicherungsscheiben, Klemmclips und Haltebleche erfordern eine Passfedernut in der Welle. Integrierte Ausführungen mit Gewindestiften benötigen keine Nut und lassen sich schnell montieren. Zusätzlich sind die Notwendigkeit von Zubehör und die Teile im Lieferumfang zu prüfen.

  4. 4. Axiale Belastbarkeit prüfen

    Die Mutter nimmt Axialkräfte sowie die Presskraft beim Anziehen auf. Die angegebene axiale Tragfähigkeit liegt zwischen 20 und 1340 kN. Es ist zu prüfen, ob sie für die Axiallast am Lager und für die Kraft beim Aufpressen auf eine konische Welle ausreichend dimensioniert ist.

  5. 5. Planlaufabweichung bei Präzisionsanwendungen prüfen

    Bei Hauptspindeln und anderen Anwendungen mit hoher Drehzahl und Genauigkeit führt eine seitliche Abweichung der Mutterfläche gegenüber dem Gewinde zu einer Schrägstellung des Lagers und verschlechtert die Rundlaufgenauigkeit. Daher ist eine Präzisions-Sicherungsmutter zu wählen und der axiale Planlauf der Bezugsfläche zu prüfen.

  6. 6. Außendurchmesser und Breite im Umfeld prüfen

    Es ist zu prüfen, ob der Außendurchmesser der Mutter mit Gehäuse oder Dichtungen kollidiert und ob die Breite innerhalb der Gewindelänge der Welle liegt. Außerdem sind die passende Schlüsselgröße für das Anziehen sowie das empfohlene Anzugsdrehmoment zu prüfen.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.