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Kettenlochstanze

Ein Kettentreiber ist ein Handwerkzeug, das beim Längenabgleich oder Austausch von Rollenketten zum Austreiben von Bolzen bzw. zum Vernieten (Umformen) der Bolzenenden eingesetzt wird. Mit dem Hammer wird auf das hintere Ende geschlagen, die Spitze drückt den Bolzen heraus. Die Hauptarten sind der Erstaustreiber, der den vernieteten Teil aufbricht und das Austreiben beginnt, der Zweitaustreiber, der den Bolzen von der Außenlasche bis zum Ende herausdrückt, und der Nietdorn (Nietstempel) zum Aufweiten des Bolzenendes der Verbindungsglieder. Da der Bolzendurchmesser je nach Kettennennummer (z. B. RS40) unterschiedlich ist, werden die Werkzeuge nach passender Kettengröße angeboten. In der Regel wird die Kette auf eine Aufnahme (z. B. Kettenspanner) gelegt. Eingesetzt wird es in der Instandhaltung sowie beim Kettenwechsel an Förderbändern und Antrieben.

Kettenlochstanze richtig auswählen

  1. 1. Passende Baugröße nach Kettennennummer wählen

    Der Bolzendurchmesser richtet sich nach der Kettennennummer, daher sind Kettentreiber nach Anwendungsbereich (RS15, RS40 bis 60, RS140 bis 240 usw.) aufgeteilt. Nietdorne für RS40 oder RS50 sind meist nur für eine Größe ausgelegt; vor dem Einsatz ist die Nennnummer der verwendeten Kette zu prüfen.

  2. 2. Erst-, Zweitaustreiber und Nietdorn unterscheiden

    Zum Austreiben beginnt man mit dem Erstaustreiber am vernieteten Teil und drückt den Bolzen anschließend mit dem Zweitaustreiber vollständig heraus. Für die Montage der Verbindungsglieder wird der Nietdorn verwendet. Je nach Arbeitsschritt sind die benötigten Typen bereitzuhalten; bei Demontage und Montage empfiehlt sich ein Satz.

  3. 3. Spitzendurchmesser gegenüber dem Bolzen prüfen

    Ist die Spitze dicker als der Bolzen, passt sie nicht in das Laschenloch und der Bolzen lässt sich nicht austreiben. Ist sie zu dünn, können Spitze und Werkzeug sich verbiegen oder brechen. Der Spitzendurchmesser sollte den Bolzen bis zum Ende durchdrücken lassen und gleichzeitig ausreichende Festigkeit bieten; dazu sind die Bolzenmaße der Kette zu vergleichen.

  4. 4. Gesamtlänge passend zu Kette und Arbeitsposition wählen

    Die Gesamtlängen der angebotenen Produkte liegen zwischen 52 und 120 mm; größere Ketten benötigen tendenziell längere Werkzeuge. Längere Werkzeuge lassen sich besser greifen und halten die Hand vom Hammer fern. Kürzere Werkzeuge sind bei eingebauter Kette in engen Bereichen leichter zu handhaben. Die Länge muss zum verfügbaren Arbeitsraum passen.

  5. 5. Materialqualität für Schlagbelastung prüfen

    Der Kettentreiber wird wiederholt mit dem Hammer geschlagen, daher kommt es zu Verschleiß oder Ausbrüchen an der Spitze sowie zu Stauchung am hinteren Ende. Das Grundmaterial, etwa gehärteter Werkzeugstahl, ist zu prüfen. Beim Austreiben von Ketten mit hoher Festigkeit ist die Haltbarkeit besonders wichtig.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.