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Klemmringe

Setkaler (Stellring) ist ein ringförmiges Bauteil, das auf einer Welle festgeklemmt wird, um Bauteile auf der Welle zu positionieren, gegen Herausrutschen zu sichern oder die axiale Bewegung zu begrenzen (Anschlag). Zu den Befestigungsarten gehören Gewindestiftausführung, bei der ein Gewindestift direkt auf die Welle drückt, Klemmausführung mit geschlitztem Körper, der über Schrauben die Welle umschließt, Hebelausführung, die ohne Werkzeug montiert und gelöst werden kann, sowie Keilausführung, bei der ein keilförmiges Element die Spannkraft erzeugt. Die Gewindestiftausführung hinterlässt leicht Eindrücke auf der Welle, während Klemm- und Keilausführungen die Welle schonen und eine einfache Neujustierung der Position ermöglichen. Eingesetzt werden sie breit in Fördertechnik, Automatisierungsanlagen, zur Lagerpositionierung und zur Sicherung von Wellenenden.

Klemmringe richtig auswählen

  1. 1. Bohrungsdurchmesser passend zum Wellendurchmesser wählen

    Der Innendurchmesser d wird auf den Wellendurchmesser abgestimmt. Im Produktangebot liegt der Bereich bei φ5 bis φ110. Die Kombination aus Wellentoleranz und Bohrungstoleranz des Setkalers beeinflusst Haltekraft und Montagepassung, daher werden neben dem Wellendurchmesser auch die Innentoleranzen geprüft.

  2. 2. Erforderliche axiale Haltekraft prüfen

    Die zulässige Axiallast ist die Last, bei der sich der Setkaler axial nicht verschiebt. Im Produktangebot liegt sie bei 2300 bis 149040 N. Auch bei gleichem Innendurchmesser unterscheiden sich die Werte je nach Typ, beispielsweise gibt es bei φ30 Produkte mit 5400 N und mit 2300 N. Die wirkende Axiallast wird mit ausreichender Reserve gewählt.

  3. 3. Haltekraft in Drehrichtung ebenfalls prüfen

    Die zulässige Radiallast ist die Kraft (Drehmoment), bei der der Setkaler in Drehrichtung nicht durchrutscht. Im Produktangebot liegt sie bei 3,6 bis 449,5 N·m. Wenn auf den Setkaler Drehmomente oder Kräfte in Drehrichtung wirken, wird geprüft, ob dieser Wert die Einsatzbedingungen übersteigt.

  4. 4. Befestigungsart nach Häufigkeit der Umstellung wählen

    Bei häufigen Positionswechseln ist die Hebelausführung praktisch, da sie ohne Werkzeug funktioniert, jedoch ist die Haltekraft geringer als bei Schraubenbefestigung. In den Beispielen des Angebots liegt die Axiallast bei Hebelbefestigung bei 780 bis 2300 N. Soll die Welle geschont werden, werden Klemm- oder Keilausführungen gewählt.

  5. 5. Mit empfohlenem Anzugsdrehmoment festziehen

    Die angegebenen Haltekräfte gelten bei Anzug mit dem empfohlenen Drehmoment. Im Produktangebot liegt dieses bei 0,9 bis 267,2 N·m und hängt stark von der Schraubengröße ab. Mit einem Drehmomentschlüssel und dem vorgegebenen Wert lassen sich Lockerung und Beschädigung des Körpers vermeiden.

  6. 6. Werkstoff und Oberflächenbehandlung für die Umgebung wählen

    S45C bietet hohe Festigkeit und wird schwarz brüniert oder chemisch vernickelt, um Korrosion zu verhindern. In feuchter Umgebung oder bei Reinigung wird häufig SUS304 eingesetzt, für geringes Gewicht Aluminiumlegierungen wie A2017. Da der Werkstoff die Haltekraft beeinflusst, werden die Werkstoffe zusammen mit den Lastwerten geprüft.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.