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Maskierungskappen

Maskierkappen sind röhrenförmige Gummiprodukte, die beim Lackieren oder Verzinken über Schrauben, Gewinde, Stifte, Bohrungen, Kontakte und ähnliche Teile gestülpt werden, um sie vor Beschichtung oder Metallüberzug zu schützen. Durch die Dehnbarkeit der Kappe werden sie auf das Bauteil aufgesteckt und fixiert, und nach der Behandlung abgezogen, sodass Gewindebereiche und leitende Stellen unbeschädigt und sofort einsatzbereit bleiben. Hauptsächlich wird Silikon verwendet, das hervorragend hitzebeständig ist; je nach Anwendung kommt auch EPDM zum Einsatz. Zu den Formen gehören die einfache Gerade Ausführung, die Ausführung mit Flansch und die Ausführung mit Haltrippen gegen Herausrutschen. Neben Pulverbeschichtungs- und Einbrennlackierprozessen werden sie auch als Bauteile eingesetzt, die das Eindringen von Lack in Aufhängungsbuchsen an Lackierlinien und in nicht benötigte Kontakte verhindern.

Maskierungskappen richtig auswählen

  1. 1. Zuordnung von Passdurchmesser und Innendurchmesser prüfen

    Der Innendurchmesser der Kappe liegt grundsätzlich etwas unter dem Durchmesser von Schraube oder Stift, sodass das Gummi durch Dehnung hält. Ist der Innendurchmesser zu groß, rutscht die Kappe beim Einbrennen oder Transport ab; ist er zu klein, lässt sie sich schwer aufstecken und kann einreißen. Vergleichen Sie die Angabe des Passdurchmessers mit den tatsächlichen Abmessungen des Bauteils.

  2. 2. Festsitz über das Innenmaß beurteilen

    Auch bei gleichem Passdurchmesser bestimmt die Einstellung des Innenmaßes die Haltekraft. Bei Gewinden orientieren Sie sich am Außendurchmesser des Gewindes. Bei Verfahren wie dem Pulverbeschichten, bei dem Pulver leicht unter die Kappe gelangt, wählen Sie ein Maß mit ausreichender Presspassung, sodass keine Spalte entstehen.

  3. 3. Schutzlänge über die Gesamtlänge sicherstellen

    Die Gesamtlänge bestimmt den Schutzbereich. Messen Sie die Gewindeeinschraublänge bzw. die freiliegende Länge des Kontakts und wählen Sie eine Länge, die diesen Bereich vollständig abdeckt. Zu lange Kappen maskieren auch Flächen, die lackiert werden sollen. Prüfen Sie daher zusätzlich die Position der Trennkante zwischen den Bereichen.

  4. 4. Ein Material wählen, das der Einbrenntemperatur standhält

    Bei Pulver- und Einbrennlackierungen sind die Teile im Ofen hohen Temperaturen ausgesetzt. Wählen Sie ein Produkt, dessen Temperaturbeständigkeit über der Einbrenntemperatur und der Haltezeit des Prozesses liegt. Für hohe Hitzebeständigkeit ist Silikon üblich. Bei unzureichender Temperaturbeständigkeit erweicht und verformt sich das Material, wodurch Lack eindringen kann.

  5. 5. Material auf Prozess und Chemikalien abstimmen

    Silikon zeichnet sich durch hohe Hitzebeständigkeit aus, EPDM wird wegen seiner Witterungsbeständigkeit und der Beständigkeit gegen bestimmte Chemikalien eingesetzt. Bei Kontakt mit Chemikalien aus Verzinkung oder Vorbehandlung prüfen Sie deren Verträglichkeit mit dem Material. Bei wiederholter Verwendung ist auch die Ablösbarkeit der Beschichtung ein Kriterium für die Materialauswahl.

  6. 6. Form an das zu maskierende Bauteil anpassen

    Die Gerade Ausführung eignet sich für Schrauben und Stifte allgemein, die Ausführung mit Flansch für Bereiche, bei denen auch die Auflagefläche abgedeckt werden soll. Die Ausführung mit Haltrippen lässt sich schwerer abziehen und wird für die Maskierung von Kontakten verwendet. Für Aufhängungsbuchsen an Lackierlinien gibt es typgebundene Ausführungen; achten Sie dabei auf die Einstecksrichtung (seitlich bzw. seitlich und axial).

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.