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Schrauben und Gewindeteile

Schrauben und Befestigungselemente zur Montage neuer Metalldachplatten auf dem Untergrund, z. B. bei der Dachüberdeckung (Überdeckungsbauweise bzw. Aufsparrendeckung) über bestehenden Dächern. Bei Stahluntergründen werden Bohrschrauben mit Bohrspitze (Pilot) verwendet, die ohne Vorbohren das Stahlblech durchbohren und eindrehen. Für Holzuntergründe gibt es Ausführungen mit S-Schnittspitze oder Doppelgewinde (zwei Gewindeabschnitte oben und unten), die die neue Dachplatte und den Untergrund zusammenhalten. Spezialprodukte zur Befestigung auf Faserzement- bzw. Schindel- und Schindeldächern besitzen eine Spitzengeometrie, die ein Abheben der bestehenden Dachplatten verringert. Zum wasserdichten Abschluss werden häufig Kombinationen aus Unterlegscheiben (Scheiben) aus Edelstahl oder Stahl und Dichtungen eingesetzt; die Oberfläche ist mit dreiwertiger Chromatierung (Trivalent-Verzinkung/Zinkchromatierung) gegen Korrosion geschützt.

Schrauben und Gewindeteile richtig auswählen

  1. 1. Passenden Typ für den Untergrund wählen

    Für Stahluntergründe eignen sich Bohrschrauben, für Holzuntergründe Schrauben mit S-Schnittspitze oder Doppelgewinde und für bestehende Faserzement- bzw. Schindeldächer Spezialprodukte mit Abhebeschutz-Spitze. Die Konstruktion unterscheidet sich je nach Untergrund. Vor der Auswahl den Aufbau des bestehenden Daches und das Untergrundmaterial prüfen.

  2. 2. Blechdicke des Stahluntergrunds prüfen

    Bohrschrauben haben eine obere Grenze für die durchbohrbare Blechdicke; bei den aufgeführten Produkten liegt die obere Grenze bei 3,2 bis 4,5 mm und die untere bei 1,6 mm. Prüfen, ob die Dicke des tragenden Stahlbauteils (z. B. Pfette) in diesen Bereich fällt, und zusätzlich die Spitzenmaße wie 12 mm Pilotlänge und 3,4 mm Schneidaußendurchmesser berücksichtigen.

  3. 3. Länge passend zur Gesamtdicke wählen

    Bei der Überdeckung werden neue Dachplatten, bestehende Dachplatten und Dämmstoffe durchdrungen, daher ist die maximale Klemmdicke zu prüfen. Die angegebene maximale Klemmdicke beträgt 30 mm. Die Länge kann je nach Serie zwischen 90 und 150 mm gewählt werden; sie sollte so bemessen sein, dass die Schraube die Gesamtdicke durchdringt und ausreichend im Untergrund greift.

  4. 4. Nenndurchmesser und Gewindesteigung prüfen

    Die aufgeführten Produkte haben Nenndurchmesser von 4,5 bis 6,3 mm und Gewindesteigungen von 1,8 bis 2 mm. Ein größerer Durchmesser erhöht in der Regel die Haltekraft, beeinflusst aber auch den Lochdurchmesser in Untergrund und Dachplatte. Herstellervorgaben sowie die Eignung von Bit und Schrauber sind ebenfalls zu prüfen.

  5. 5. Auszug- und Scherfestigkeit vergleichen

    Dächer werden durch Windsog in Abhebe-Richtung belastet. Für die aufgeführten Produkte sind Werte von 5,9 kN im Stahluntergrund, 2,5 kN im Holzuntergrund, maximal 600 N bei Tragwerksplatten aus Holz und maximal 1200 N Scherkraft angegeben. Die Werte je Untergrund dienen zur Auslegung der erforderlichen Tragfähigkeit und der Schraubenanzahl.

  6. 6. Material und Außendurchmesser der Unterlegscheibe für Dichtheit wählen

    Unterlegscheiben sind als Edelstahlausführung mit Dichtung oder als kostengünstige Stahlausführung erhältlich; der Außendurchmesser beträgt 25 mm oder 20 mm. Form der Dachplatte, Auflagefläche, Gefahr des Wassereindringens und die Kontaktkorrosion zwischen unterschiedlichen Metallen sind bei der Auswahl zu berücksichtigen. Es gibt auch Ausführungen ohne Unterlegscheibe, nur als Schraubenkörper.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.