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Induktionserhitzer

Induktionserhitzer dienen dazu, metallische Bauteile wie Wälzlager, Zahnräder und Riemenscheiben durch elektromagnetische Induktion zu erwärmen, sodass sie sich thermisch ausdehnen und mit Presssitz auf eine Welle aufgeschrumpft werden können. Durch Anlegen von Wechselstrom an die Spule wird über das Joch (Eisenkern) ein magnetischer Fluss durch das Werkstück geführt; die darin entstehenden Wirbelströme erwärmen das Werkstück von innen. Gegenüber Ölbad oder Brenner sind die Geräte sauberer und lassen sich die Temperaturen besser steuern. Am gebräuchlichsten sind Tischgeräte, bei denen das Lager auf ein Joch gehängt und erwärmt wird; das Spektrum reicht von Kleinlagern bis zu Großlagern mit 1 t Gewicht, ergänzend gibt es Geräte für Bauteile außerhalb von Lagern sowie stationäre Geräte speziell zum Ausbau von Innenringen von Zylinderrollenlagern. Da das Werkstück nach dem Erwärmen magnetisch sein kann, sind Geräte mit automatischer Entmagnetisierung weit verbreitet.

Induktionserhitzer richtig auswählen

  1. 1. Tragfähigkeit auf Werkstückmasse abstimmen

    Die maximal erwärmbare Masse liegt je nach Modell zwischen 40 kg und 1200 kg und unterscheidet sich somit deutlich. Bei unzureichender Leistung dauert das Erwärmen länger und es treten eher Temperaturunterschiede auf. Wählen Sie ein Gerät mit ausreichender Reserve gegenüber dem schwersten Lager bzw. Bauteil und prüfen Sie die Angaben zur Erwärmungsleistung im Katalog, etwa die Masse, die in der vorgegebenen Zeit auf 110 °C erwärmt werden kann.

  2. 2. Innendurchmesser und Joch-Kombination prüfen

    Da das Werkstück über das Joch geführt wird, bestimmt der Jochquerschnitt den kleinsten Innendurchmesser. Lager mit kleiner Bohrung benötigen dünnere Joche. Prüfen Sie die Anzahl der mitgelieferten Joche und den jeweils zugeordneten Innendurchmesser. Geräte zum Ausbau von Innenringen sind für einen festen, engen Bereich von 65 bis 130 mm Innendurchmesser ausgelegt, daher muss er genau zum Lagermaß passen.

  3. 3. Außendurchmesser und Breite im Heizbereich prüfen

    Ist der Abstand zwischen den Säulen sowie deren Höhe kleiner als Außendurchmesser oder Breite des Werkstücks, passt es nicht auf das Gerät. Bei großen oder breiten Lagern, Zahnrädern und Riemenscheiben sollten Sie auf einen erweiterten Heizbereich achten. Auch Geräte mit Schiebe- oder Schwenkjochen erleichtern das Ein- und Ausbringen des Werkstücks.

  4. 4. Stromversorgung und Spannung mit der Anlage abgleichen

    Die maximale Leistungsaufnahme großer Geräte erreicht rund 20 kVA. Reichen Netzanschlusskapazität oder Absicherung des Betriebs nicht aus, kann das Gerät nicht betrieben werden. Auch die unterstützten Spannungen, etwa 230 V oder 400 V, unterscheiden sich je nach Modell. Prüfen Sie vorab die Netzspezifikation am Aufstellort und ob die Anschlussleitung die benötigte Länge erreicht.

  5. 5. Temperatureinstellung und Schutzfunktionen prüfen

    Die höchste Erwärmungstemperatur der aufgeführten Produkte beträgt 250 °C. Wälzlager verlieren bei Überhitzung in der Regel Härte und Präzision. Prüfen Sie daher, ob eine Temperaturregelung über einen Temperaturfühler, eine Zeitvorgabe und ein Überhitzungsschutz vorhanden sind. Wenn Bauteile außerhalb von Lagern aufgeschrumpft werden, müssen Sie kontrollieren, ob sich die für die erforderliche Ausdehnung notwendige Temperatur einstellen lässt.

  6. 6. Eigengewicht sowie Aufstellung und Transport

    Das Eigengewicht reicht von 20 kg bis über 400 kg. Kleine Geräte lassen sich transportieren und vor Ort einsetzen, große Geräte müssen dagegen fest auf dem Boden stehen oder mit Gabelstapler bzw. Transportwagen bewegt werden. Berücksichtigen Sie außerdem Anschlagen des Werkstücks, Arbeitsfläche sowie die Ausstattung mit Entmagnetisierung und Fernbedienung für die Bedienbarkeit.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.