Radialwellendichtringe
Ein Radialwellendichtring dichtet den Spalt zwischen rotierender Welle und Gehäuse ab und verhindert das Austreten von Schmieröl oder Fett sowie das Eindringen von Staub und Wasser von außen. Eine Gummilippe liegt an der Wellenoberfläche an und wird durch eine Feder (Schraubenfeder) zusätzlich angepresst. Bei einigen Ausführungen fördern hydrodynamische Rippen nahe der Lippe das Öl durch Pumpwirkung zurück in das Innere. Es gibt Ausführungen mit gummiummantelter Außenseite, mit freiliegendem Metallring am Außenumfang, mit zusätzlicher Staubschutzlippe, geteilte Ausführungen für die Instandsetzung großer Maschinen sowie Lippen aus PTFE. Eingesetzt werden sie zum Schutz von Lagern in Getrieben, Motoren, Walzwerken, Schienenfahrzeugen und Lebensmittelmaschinen.
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Radialwellendichtringe
R01-AF Rotationswellendichtung (flanschfixiert)
Typenbezeichnung: R01-AF
Federbelasteter Lippendichtring zur Befestigung mit Flansch. Für Walzwerke, Schwerlastgetriebe, Schiffbau und zivile Luftfahrt.
SKF
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Radialwellendichtringe
R01-R Rotations-Wellendichtring (Energizer)
Typenbezeichnung: R01-R
Federbelasteter Lippendichtring mit wählbaren Werkstoffen für eine Vielzahl von Medien und Temperaturen.
SKF
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Radialwellendichtringe
R01-P Rotary-Wellendichtring (Energizer)
Typenbezeichnung: R01-P
Federbelasteter Lippendichtring, der mit einem Haltering in ein offenes Gehäuse eingepresst wird. Wird in einer Vielzahl von Industriebereichen zum Schutz von Lagern eingesetzt.
SKF
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Radialwellendichtringe
Radial-Wellendichtring HMS5 und HMSA10
Radial-Wellendichtring mit Außengummi im metrischen Maßsystem. Mit federbelasteter Dichtlippe und außen liegender Wulststruktur für die Abdichtung von Öl und Fett in einer breiten Palette industrieller Anwendungen. HMSA10 mit Hilfslippe.
SKF
Radialwellendichtringe richtig auswählen
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1. Wellendurchmesser und Gehäusebohrung abstimmen
Wellendurchmesser d und Außendurchmesser D werden anhand der Gegenwelle und der Gehäusebohrung nach Nennmaß gewählt. Die aufgeführten Wellendurchmesser reichen von 6 bis 3530 mm. Bei Standardausführungen sind Beispiele für eine Auslegung auf Wellentoleranz h8 und Gehäusebohrungstoleranz H7/H8 angegeben. Weicht die Passungstoleranz ab, kann es zu Leckagen oder zum Herausrutschen kommen.
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2. Einbaubreite im verfügbaren Bauraum prüfen
Die Breite b muss in den axialen Einbauraum passen. Die aufgeführten Produkte haben Breiten von 5 bis 30 mm. Bei großen Ausführungen gehören auch Querschnittsbreite, Nutbreite und Distanzringe zu den Maßbedingungen, daher ist ein Abgleich mit den Nutmaßen im Gehäuse erforderlich.
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3. Lippenwerkstoff passend zu Medium und Temperatur wählen
Der Lippenwerkstoff bestimmt die Öl- und Wärmebeständigkeit. Nitrilkautschuk ist ein Standardwerkstoff für Mineralöle, Acrylkautschuk und Fluorkautschuk eignen sich für höhere Temperaturen, Silikon lässt sich meist über einen Bereich von tiefen bis hohen Temperaturen einsetzen. Bei Chemikalien oder hohen Temperaturen sind Lippen aus PTFE geeignet, für Lebensmittelmaschinen gibt es Werkstoffe, die den lebensmittelrechtlichen Vorgaben entsprechen.
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4. Reserve beim Temperaturbereich einhalten
Es ist zu prüfen, ob der Dauerbetriebstemperaturbereich die Öltemperatur im Betrieb einschließt. Kurzzeitige Temperaturspitzen, etwa beim Anfahren, werden anhand der kurzzeitigen Höchsttemperatur beurteilt (bei den aufgeführten Produkten als Beispiel 120 °C). Liegt die Dauertemperatur nahe an der Obergrenze, verhärtet der Gummi schneller und die Lippe nutzt sich früher ab.
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5. Umfangsgeschwindigkeit unter dem Grenzwert halten
Die Umfangsgeschwindigkeit ist die aus Wellendurchmesser und Drehzahl berechnete Gleitgeschwindigkeit der Lippe. Die aufgeführten Produkte haben Höchstgeschwindigkeiten von 5 bis 20 m/s. Wird der Wert überschritten, führt die Reibungswärme zur Alterung der Lippe. Bei gleicher Drehzahl steigt die Umfangsgeschwindigkeit mit dem Wellendurchmesser, daher ist sie bei großen Wellen besonders zu prüfen.
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6. Zulässigen Dichtdruck prüfen
Standard-Wellendichtringe sind für niedrigen Druck ausgelegt. Der zulässige Höchstdruck der aufgeführten Produkte liegt je nach Bauform zwischen 0,03 und 15 MPa, daher sind druckfeste Ausführungen zu wählen, wenn ein Innendruck anliegt. Unter Druck wird die Lippe stärker an die Welle gepresst, was die Wärmeentwicklung erhöht.
Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.