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Blechschrauben

Blechschrauben sind Befestigungselemente, die beim Eindrehen selbstständig ein Innengewinde im Gegenstück formen oder schneiden und weder Mutter noch vorheriges Gewindeschneiden erfordern. Bohrschrauben (Tex-Schrauben) besitzen an der Spitze eine bohrerartige Schneidspitze und können Vorbohren, Gewindeformen und Verschrauben in einem Arbeitsgang ausführen. Kopfformen umfassen Linsenkopf, Senkkopf, Flachrundkopf und Sechskant; für bündige Oberflächen wird der Senkkopf verwendet. Bei der Befestigung von Holzwolleplatten oder Holzwerkstoffplatten auf Stahlunterkonstruktionen gibt es Typen mit Flügel (Rippe), die ein Mitdrehen der Oberplatte verhindern, sowie Vollgewinde- und Halbgewindeausführungen. Die Werkstoffe reichen von Stahl bis zu korrosionsbeständigem Edelstahl (z. B. SUS410), der im Bauwesen für Stahlverbindungen und im Außenbereich eingesetzt wird.

Blechschrauben richtig auswählen

  1. 1. Passende Blechdicke der Unterkonstruktion wählen

    Bohrschrauben haben eine Obergrenze und eine Untergrenze für die Stahlblechdicke, die von der Schneidspitze durchbohrt werden kann. Bei den gelisteten Produkten liegt die Untergrenze bei 1,6 mm und die Obergrenze bei 2,3 bis 3,2 mm. Ist die Unterkonstruktion dicker als der Bereich, stumpft die Schneidspitze vor dem Bohren ab; ist sie dünner, reicht der Gewindeeingriff nicht aus. Beide Grenzwerte sind mit der Blechdicke des Stahlunterbaus abzugleichen.

  2. 2. Schraubenlänge aus der Gesamtklemmdicke bestimmen

    Die Gesamtlänge ergibt sich aus der Summe von Oberplatte und Unterkonstruktion zuzüglich der Länge, die die Schneidspitze zum vollständigen Durchdringen benötigt. Die gelisteten Produkte haben Längen von 28 bis 100 mm, und die zulässigen Klemmdicken sind je Produkt angegeben. Die Schneidlänge (7 bis 7,5 mm) muss die Unterkonstruktion vollständig durchdringen, bevor das Gewinde greift, da sonst Schäden entstehen können. Die Prüfung erfolgt innerhalb des angegebenen Klemmdickenbereichs.

  3. 3. Vollgewinde und Halbgewinde gezielt einsetzen

    Halbgewindeschrauben besitzen unterhalb des Kopfes einen zylindrischen Schaftabschnitt, sodass die Oberplatte nicht durch das Gewinde nach oben gedrückt, sondern zur Unterkonstruktion hingezogen wird. Sie eignen sich daher für die Befestigung dicker Platten. Bei den gelisteten Produkten sind 35 und 45 mm Vollgewinde, ab 50 mm Halbgewinde. Der Typ richtet sich nach Dicke und Befestigungsart der Oberplatte.

  4. 4. Gewindeaußendurchmesser und Schneidendurchmesser prüfen

    Der Gewindeaußendurchmesser bestimmt Haltekraft und Bohrungsdurchmesser. Die gelisteten Produkte haben 4,2 bis 5 mm, der Schneidendurchmesser liegt bei 3,5 bis 4,2 mm. Der Schneidendurchmesser ist kleiner als der Gewindeaußendurchmesser und entspricht der Vorbohrung für das Formen des Innengewindes. Die Nenngröße ist anhand der Last sowie der Lochgröße der Oberplatte und der Abmessungen des Gegenstücks auszuwählen.

  5. 5. Kreuzschlitznummer und Kopfform abstimmen

    Passt der Bit nicht zur Kreuzschlitznummer, kommt es leichter zu Ausrutschen (Cam-out) und zum Beschädigen des Kreuzschlitzes. Für bündige Oberflächen ist der Senkkopf zu wählen; zusätzlich ist zu prüfen, ob der Kopfdurchmesser von 10 bis 12 mm in die Auflage oder in die Plattenoberfläche passt. Die Kreuzschlitznummer sollte mit dem auf der Baustelle verwendeten Bit übereinstimmen.

  6. 6. Werkstoff und Oberflächenbehandlung an die Umgebung anpassen

    Für den Innenbereich sind Stahlprodukte mit dreiwertiger Chromatierung (Trivalent-Verzinkung) erhältlich, für Außenbereiche oder korrosive Umgebungen Produkte aus SUS410 mit Korrosionsschutzbehandlung. SUS410 ist ein martensitischer Edelstahl, dessen Härte durch Abschrecken erreicht wird, weshalb er für Bohrschrauben verwendet wird. Gegenüber austenitischen Sorten wie SUS304 ist die Korrosionsbeständigkeit jedoch geringer.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.