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Pendelrollenlager

Pendelrollenlager sind Wälzlager mit zwei Laufbahnen am Innenring, einer kugeligen Laufbahn am Außenring und zwei Reihen tonnenförmiger Rollen zwischen diesen Laufbahnen. Da die Außenringlaufbahn kugelig ausgeführt ist, können sich Innenring, Rollen und Käfig gegenüber dem Außenring neigen und so Wellendurchbiegung sowie Fluchtungsfehler durch die Montage ausgleichen. Neben Radialbelastung nehmen sie Axialbelastung in beide Richtungen auf und zeichnen sich durch hohe Tragfähigkeit aus. Je nach Maßreihe (222, 223, 230 usw.) unterscheiden sich Breiten- und Außendurchmesserverhältnis. Neben der zylindrischen Bohrung gibt es Ausführungen mit kegeliger Bohrung zur Befestigung auf der Welle mittels Spannhülse sowie Ausführungen mit Dichtung gegen das Eindringen von Fremdkörpern. Eingesetzt werden sie in Anlagen mit schwerer, stoßartiger Belastung und Wellendurchbiegung, etwa Stranggießrollen in Stahlwerken, Fördertechnik, Getrieben, Papiermaschinen und Schwingsieben.

Pendelrollenlager richtig auswählen

  1. 1. Abmessungen nach Wellendurchmesser und Einbauraum wählen

    Die Bohrung d richtet sich nach dem Wellendurchmesser, Außendurchmesser D und Breite B nach dem Gehäuseeinbauraum. Die gelisteten Produkte haben Bohrungen von 35 bis 380 mm, Außendurchmesser von 80 bis 650 mm und Breiten von 28 bis 200 mm. Auch bei gleicher Bohrung ändern sich Außendurchmesser und Breite je nach Maßreihe, daher sind alle drei Abmessungen gemeinsam zu prüfen.

  2. 2. Maßreihe für Tragfähigkeit und Baugröße auswählen

    Die Maßreihenbezeichnung (222, 223, 230 usw.) gibt das Verhältnis von Breite zu Außendurchmesser an. In der Regel haben Maßreihen mit größerem Außendurchmesser und Breite, wie 223, eine höhere Tragfähigkeit, während schmale Reihen wie 230 platzsparend sind. Die Reihe wird anhand von Belastung und verfügbarem Einbauraum gewählt.

  3. 3. Lebensdauer über dynamische Tragzahl prüfen

    Die dynamische Tragzahl Cr ist der Bezugswert für die Lebensdauerberechnung; bei Rollenlagern ist die Lebensdauer proportional zum Lastverhältnis hoch 10/3. Aus äquivalenter Belastung und Drehzahl wird die nominelle Lebensdauer berechnet und mit der geforderten Lebensdauer verglichen. Hochbelastbare Ausführungen mit 1,15-facher Tragzahl gegenüber Standardprodukten sind bei gleichen Abmessungen eine Option, wenn die Lebensdauer verlängert werden soll.

  4. 4. Schwere Lasten bei Stillstand oder niedriger Drehzahl über die statische Tragzahl beurteilen

    Bei Anwendungen wie Stranggießrollen oder Hebetransporten mit niedriger Drehzahl, Schwenkbewegungen und großen Lasten oder Stößen wird die Auslegung über die statische Tragzahl C0r und den statischen Sicherheitsfaktor vorgenommen. Um bleibende Verformungen der Laufbahnen (Eindrücke) zu vermeiden, ist das Verhältnis der Höchstlast zu C0r zu prüfen.

  5. 5. Bohrungsform passend zur Montage wählen

    Zylindrische Bohrungen werden durch Presssitz auf der Welle befestigt, kegelige Bohrungen lassen sich mit Spannhülsen oder Abziehhülsen auch auf Wellen ohne Absatz fixieren. Bei kegeligen Bohrungen verringert das Aufschieben das innere Lagerspiel, daher sind der passende Hülsentyp und die Einbaumaße zu prüfen.

  6. 6. Passendes Innenspiel für Betriebstemperatur festlegen

    Wenn der Innenring im Betrieb wärmer als der Außenring wird oder der Presssitz groß ist, verringert sich das Innenspiel. Anhand von Passung, Temperaturdifferenz und Aufschiebemaß bei kegeliger Bohrung ist zu entscheiden, ob das Normalspiel CN ausreicht oder ein größeres Spiel wie C3 erforderlich ist.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.