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Einschraubanker

Schraubanker sind Anker, bei denen der Ankergewindeteil direkt in ein vorgebohrtes Loch im Untergrund (bei Porenbeton wie ALC oder bei Holz teilweise auch ohne Vorbohrung) eingeschraubt wird und durch das Eingreifen der Gewindegänge in den Untergrund gehalten wird. Auf der Kopfseite steht ein metrisches Gewinde (z. B. M6 bis M12) hervor, mit dem das Anbauteil über Mutter und Unterlegscheibe befestigt wird. Im Gegensatz zu keilgespreizten Metallankern erzeugen sie nur eine geringe Spreizkraft, weshalb sie auch bei kleinen Randabständen und bei Oberflächenmaterialien seltener reißen und sich mit einem Schlagschrauber in kurzer Zeit setzen lassen. Je nach Produkt sind nachträgliche Höhenjustierung und Demontage möglich. Neben Typen für Beton gibt es Ausführungen für ALC, Sperrholz, Holz und extrudierte Zementplatten. Sie werden zur Befestigung von Gebäudetechnik, Handlaufkonsolen, Kanalschienen (Dakta-Channel) und in Bauprovisorien eingesetzt.

Einschraubanker richtig auswählen

  1. 1. Passenden Schraubendurchmesser wählen

    Anhand des Lochdurchmessers des Anbauteils und der Bauteilspezifikation den Nenndurchmesser des herausragenden metrischen Gewindes (z. B. M6 bis M12) festlegen. Der Nenndurchmesser bestimmt auch Ankergewindedurchmesser, Bohrlochdurchmesser und Schlüsselweite der Mutter für das Anzugswerkzeug, daher sind diese Werte ebenfalls zu prüfen.

  2. 2. Erforderliche Zugtragfähigkeit prüfen

    Die Zugtragfähigkeit der aufgeführten Produkte liegt bei 6 bis 18 kN. Bei Hängemontage und Deckenbefestigung wirkt die Last vorwiegend in Auszugsrichtung. Deshalb ist der Wert mit dem Gewicht des Anbauteils und den Lasten aus Erdbeben unter Berücksichtigung eines Sicherheitsfaktors zu vergleichen. Außerdem ist zu prüfen, für welche Untergrundfestigkeit und Bedingungen der angegebene Wert gilt.

  3. 3. Untergrundart und Verankerungstiefe prüfen

    Die Haltekraft hängt stark vom Untergrund und der Verankerungstiefe ab (bei den aufgeführten Produkten 30 bis 50 mm). Bei ALC liegt die maximale Zugtragfähigkeit teilweise bei etwa 1 kN, bei Pfeilern aus Betonblöcken bei etwa 4 kN, also deutlich unter Beton. Daher ist die Eignung für den jeweiligen Untergrund und der Lastwert für jeden Untergrund unbedingt zu prüfen.

  4. 4. Vorgegebenen Bohrdurchmesser einhalten

    Der Bohrdurchmesser (bei den aufgeführten Produkten 5,5 bis 11 mm) bestimmt das Maß des Gewindeeingriffs im Untergrund. Ist das Loch zu groß, fehlt es an Haltekraft; ist es zu klein, lässt sich der Anker nicht einschrauben oder er wird beschädigt. Es ist der vom Hersteller vorgegebene Bohrerdurchmesser zu verwenden. Auch bei Typen ohne Vorbohrung ist je nach Untergrund ein Vorbohren erforderlich.

  5. 5. Gesamtlänge passend zur Bauteildicke wählen

    Die Gesamtlänge reicht von 45 bis 120 mm, und bei gleichem Nenndurchmesser gibt es unterschiedliche Längen. Zuerst ist die erforderliche Verankerungstiefe sicherzustellen, anschließend ist zu prüfen, ob die Dicke des Anbauteils (maximal 5 bis 70 mm) zusammen mit dem Gewindeüberstand für Mutter und Unterlegscheibe ausreicht, und danach die Gesamtlänge auszuwählen.

  6. 6. Querkrafttragfähigkeit und Werkstoff prüfen

    Bei Anwendungen mit seitlicher Krafteinwirkung, etwa bei Wandkonsolen, ist die Querkrafttragfähigkeit (bei den aufgeführten Produkten 7 bis 37 kN) zu prüfen. Im Freien oder in feuchter Umgebung ist zu kontrollieren, ob Stahlausführungen oder Edelstahlvarianten verfügbar sind, und ein Werkstoff zu wählen, der zur korrosiven Umgebung passt.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.