Catalog Searcher
Kategorien
🌐 Deutsch

Messumformer

Ein Messumformer (Transmitter) verstärkt die geringen Spannungssignale (mV/V) von DMS-basierten Kraft-, Druck- und Drehmomentaufnehmern und wandelt sie in analoge Spannungs- oder Stromsignale bzw. digitale Signale um, die an Steuergeräte oder Schreiber übergeben werden. Er stellt dem Sensor die Brückenspeisespannung bereit und verfügt in der Regel über Nullpunkt- und Kalibrierfunktionen. Die Bauformen umfassen Einzelgeräte im Gehäuse, Leiterplattenversionen zum Einbau in Anlagen sowie Mehrkanalgeräte. Für Drehmomentaufnehmer gibt es spezielle Ausführungen mit optischer Übertragung oder Drehübertrager sowie Modelle mit schneller digitaler Ausgabe über RS-422 u. a. Eingesetzt werden sie bei der Erfassung von Kraft, Druck und Drehmoment, bei der Holmkraftmessung an Spritzgießmaschinen sowie bei der Betriebsüberwachung von Anlagen.

Messumformer richtig auswählen

  1. 1. Eingangsbereich passend zum Sensorausgang wählen

    Der Nennausgang (mV/V) des angeschlossenen Sensors muss im Eingangsbereich des Messumformers liegen. Die im Katalog aufgeführten Eingangsbereiche reichen von 0,3 bis 500 mV/V. Bei Sensoren mit kleinem Nennausgang erreicht man mit einem Modell mit niedriger unterer Eingangsgrenze eine bessere Auflösung.

  2. 2. Ausgangsformat an den Empfänger anpassen

    Ob Spannungsausgang (z. B. ±10 V) oder Stromausgang (z. B. 4 bis 20 mA) benötigt wird, ist mit den Eingangsspezifikationen der SPS oder des Schreibers abzugleichen. Bei langen Leitungen und störanfälligen Umgebungen ist der Stromausgang vorteilhaft. Bei digitalen Ausführungen sind außerdem die Baudrate (im Katalogbeispiel 921,6 kbps) und die mögliche Anzahl parallel angeschlossener Geräte zu prüfen.

  3. 3. Brückenspeisespannung auf den Sensor abstimmen

    DMS-Sensoren haben eine zulässige Speisespannung, deren Überschreitung zu Erwärmung und Drift führt. Die empfohlene Speisespannung laut Sensordatenblatt ist mit der Brückenspeisung des Messumformers abzugleichen. Bei langen Kabeln sollte zusätzlich geprüft werden, ob eine Fernfühlerfunktion zur Kompensation des Spannungsabfalls vorhanden ist.

  4. 4. Ansprechbandbreite an die Änderungsgeschwindigkeit anpassen

    Bei schnellen Vorgängen wie Stoßbelastungen oder Drehmomentschwankungen ist ein Modell mit breitem Frequenzgang erforderlich. Im Katalog sind Ausführungen mit 25 kHz Grenzfrequenz für hohe Ansprechgeschwindigkeit und digitale Typen mit 2 kHz aufgeführt. Bei statischen Messungen ist zu prüfen, ob sich ein Tiefpassfilter zur Rauschunterdrückung einstellen lässt.

  5. 5. Nichtlinearität im Verhältnis zur geforderten Genauigkeit

    Die Nichtlinearität beschreibt die Abweichung des Ausgangs vom Eingang, bezogen auf den Endwert, und beträgt bei den aufgeführten Produkten 0,01 bis 0,05 % v. E. Die Gesamtgenauigkeit des Systems ergibt sich aus der Summe der Fehler von Sensor und Messumformer. Die erforderliche Genauigkeitsklasse ist daher gemeinsam mit der Genauigkeit des Sensors festzulegen.

  6. 6. Stromversorgung und Bauform an die Anlage anpassen

    Es ist zu prüfen, ob eine Wechselstrom- oder 24-V-Gleichstromversorgung benötigt wird und ob diese zur Stromversorgung im Schaltschrank passt. Zum Einbau in Anlagen oder für Mehrkanalanwendungen sind Leiterplatten- bzw. Mehrkanalausführungen platzsparend. Abmessungen, Masse (0,05 bis 2,5 kg) und Leistungsaufnahme sind mit dem verfügbaren Einbauraum und der Versorgungskapazität abzugleichen.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.