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Laufscheibe

Laufscheiben werden zusammen mit Axial-Nadelrollenlagern oder Axial-Zylinderrollenlagern eingesetzt und bilden die scheibenförmigen Bauteile, auf denen die Wälzkörper abrollen. Sie dienen als gehärtete Laufbahn, wenn die Wellen- oder Gehäuseflächen nicht gehärtet und geschliffen werden können. Zu den Hauptbauformen gehören LS mit gehärtetem Wälzlagerstahl und geschliffener Laufbahn, die dünnwandige Bauform AS aus gehärtetem Federstahl mit etwa 1 mm Dicke sowie WS (Wellenlaufscheibe) und GS (Gehäuselaufscheibe) in den Abmessungsreihen 811. LS und AS eignen sich für niedrige Drehzahlen ohne Zentrierungsbedarf, WS und GS für hohe Drehzahlen mit genauer Zentrierung. Sie werden in Werkzeugmaschinen, Automobilteilen, verschiedenen Getrieben und allen Bereichen eingesetzt, in denen Axiallasten aufgenommen werden.

Laufscheibe richtig auswählen

  1. 1. Passende Bauform auswählen

    LS ist die Universalbauform aus gehärtetem Wälzlagerstahl mit geschliffener Laufbahn, AS ist die dünnwandige Bauform mit 1 mm Dicke, die beide Seiten als Laufbahn nutzen kann. WS (Welle) und GS (Gehäuse) haben Abmessungen der Reihe 811 und eignen sich für Anwendungen mit hoher Drehzahl und genauer Zentrierung. Drehzahl und Anforderungen an die Zentriergenauigkeit bestimmen die Bauform.

  2. 2. Passendes Axiallager prüfen

    Die Laufscheibe wird anhand der Typenbezeichnung des kombinierten Axiallagers ausgewählt. LS passt zu Wellen- und Gehäuselaufscheiben der Reihe AXK sowie zu Gehäuselaufscheiben der Reihe AXW, WS und GS werden hauptsächlich für Axial-Zylinderrollenlager mit Käfig verwendet und lassen sich auch mit Nadelrollen der Reihe AXK kombinieren. Die Zuordnung wird über die Passtabelle des Katalogs geprüft.

  3. 3. Innen- und Außendurchmesser an Welle und Gehäuse anpassen

    Der Innendurchmesser d richtet sich nach dem Wellendurchmesser, der Außendurchmesser D nach der Gehäusebohrung oder dem Außendurchmesser des Lagers. Der für die Produkte angegebene Anwendungswellendurchmesser liegt bei 4 bis 160 mm. Wellen- und Gehäuselaufscheiben werden jeweils an der führenden Seite (Innen- oder Außendurchmesser) geführt, daher müssen Passung und Spiel in der Zeichnung geprüft werden.

  4. 4. Dicke und Steifigkeit der Nachbarteile berücksichtigen

    Die dünnwandige Bauform AS mit 1 mm Dicke benötigt wenig axialen Einbauraum und kann auch verwendet werden, wenn die angrenzenden Bauteile nicht gehärtet sind. Wegen der geringen Dicke sind jedoch die Ebenheit der Auflagefläche und die Stützfläche zu prüfen. Die dickere Bauform LS ist weniger auf die Auflagefläche angewiesen.

  5. 5. Werkstoff und Härte für die Laufbahnbeständigkeit prüfen

    Die Laufbahn nimmt die Kontaktlast der Wälzkörper direkt auf und benötigt daher eine ausreichende Oberflächenhärte. LS besteht aus gehärtetem Kohlenstoff-Chrom-Wälzlagerstahl, AS aus gehärtetem Federstahl. Werkstoff und Härte (HRC) werden anhand der Belastungsbedingungen und der geforderten Lebensdauer geprüft.

  6. 6. Oberflächenbehandlung je nach Einsatzumgebung wählen

    Bei Feuchtigkeit oder Wasser in der Umgebung sowie bei langer Lagerdauer ist zu prüfen, ob ein Korrosionsschutz vorhanden ist. Rost auf der Laufbahn führt zu Abplatzungen und Geräuschen. Außerdem ist zu klären, wie die Schmierung sichergestellt wird, damit das Schmieröl nicht ausgeht.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.