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Induktions-Getriebemotor

Ein Getriebemotor mit Drehstrom-Käfigläufermotor ist ein Antriebsgerät, bei dem ein Getriebe (Getriebekopf) mit einem Käfigläufer-Asynchronmotor kombiniert ist. Die Motordrehzahl wird entsprechend dem Untersetzungsverhältnis reduziert und das Drehmoment dadurch erhöht. Er kann direkt an das Netz angeschlossen werden und zeichnet sich durch einfachen Aufbau und leichte Wartung aus. Es gibt Ausführungen für Drehstrom und Einphasenwechselstrom sowie Getriebe mit Parallelwellen-, Rechtwinkel- und Hohlwellenanordnung. Ausführungen mit elektromagnetischer Bremse werden für Hub- und Senkanwendungen eingesetzt, bei denen die Last im Stillstand gehalten werden muss. Sie finden breite Anwendung in Fördertechnik, Aufzügen und als Antrieb großer Anlagen. In jüngerer Zeit gibt es außerdem Produkte, die den nationalen Vorschriften zur Energieeffizienz entsprechen und durch Getriebegehäuse aus Aluminium leichter sind.

Induktions-Getriebemotor richtig auswählen

  1. 1. Motorleistung anhand der benötigten Leistung bestimmen

    Aus Lastmoment und benötigter Drehzahl wird die erforderliche Antriebsleistung ermittelt und mit ausreichender Reserve eine Nennleistung gewählt. Bei den aufgeführten Produkten liegt der Bereich bei 0,1 bis 2,2 kW. Eine zu geringe Leistung führt zu Überhitzung und Anlaufproblemen, eine zu große Leistung zu schlechterem Wirkungsgrad und einer größeren Anlage.

  2. 2. Abtriebsdrehzahl über das Untersetzungsverhältnis anpassen

    Die Abtriebsdrehzahl ergibt sich aus der Motordrehzahl geteilt durch das Untersetzungsverhältnis und hängt zusätzlich von der Netzfrequenz (50 Hz/60 Hz) und der Polzahl ab. Das Untersetzungsverhältnis wird so gewählt, dass es der benötigten Drehzahl der Anlage entspricht; die Drehzahl bei der Netzfrequenz des Einsatzlandes ist zu prüfen.

  3. 3. Zulässiges Abtriebsdrehmoment nicht überschreiten

    Mit größerem Untersetzungsverhältnis steigt das Abtriebsdrehmoment, doch Zahnräder und Lager des Getriebes haben zulässige Grenzwerte. Das Lastmoment ist mit Faktoren für Anlauf und Stöße anzusetzen, und es ist eine Kombination aus Baugröße und Untersetzungsverhältnis zu wählen, die innerhalb des zulässigen Abtriebsdrehmoments bleibt.

  4. 4. Netzanschluss und Normen am Bestimmungsort prüfen

    Es ist zu prüfen, ob Phasenzahl (einphasig oder dreiphasig), Spannung und Frequenz mit dem Netz am Aufstellort übereinstimmen. Bei exportierten Anlagen können Normen wie UL, CE oder CCC sowie Anforderungen an die Energieeffizienz, etwa die GB-Stufe 3 in China, erforderlich sein.

  5. 5. Baugröße sowie Befestigung und Wellenanordnung abstimmen

    Die Baugröße gibt die Getriebegröße an und beeinflusst Befestigungsmaße und Abtriebswellendurchmesser. Zusammen mit Fuß- oder Flanschbefestigung sowie Parallel-, Rechtwinkel- oder Hohlwellenanordnung ist zu prüfen, ob bei einem Austausch bestehender Anlagen die Befestigungsmaße identisch sind.

  6. 6. Masse und Nutzen der leichteren Ausführungen

    Die Masse der aufgeführten Produkte liegt bei 33 bis 42,7 kg. Bei Ausführungen mit Aluminium-Getriebegehäuse wird eine Gewichtsreduzierung von 29 bis 37 % gegenüber herkömmlichen Produkten angegeben. Sie sind eine Option, wenn die Montage erleichtert oder der Rahmen der Anlage vereinfacht werden soll.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.