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Linearführungen

Die Linearführung ist ein Bauteil, das bewegliche Teile von Maschinen gleichmäßig in gerader Richtung führt. Durch Wälzkörper wie Stahlkugeln oder Rollen, die abrollen, wird die Reibung im Vergleich zu Gleitführungen gering gehalten, was eine hochgenaue Positionierung und leichte Bewegungen ermöglicht. Zu den Haupttypen gehören Linearkugellager (Linearbuchsen), bei denen ein zylindrischer Außenkörper auf einer Welle geführt wird, sowie Kreuzrollenführungen, bei denen zylindrische Rollen in V-förmigen Laufbahnen abwechselnd kreuzweise angeordnet sind. Es gibt Bauformen, bei denen die Wälzkörper umlaufen und sich unbegrenzt bewegen können, sowie Bauformen für begrenzte Hubbewegungen mit eingeschränktem Hub. Sie werden in Werkzeugmaschinen, Schlitten von Bürogeräten, Fördereinheiten und Halbleiterfertigungsanlagen eingesetzt. Einige Produkte sind für besondere Umgebungen wie Reinraum, Vakuum, Korrosion und hohe Temperaturen ausgelegt.

Linearführungen richtig auswählen

  1. 1. Bauform und Baugröße passend zum Wellendurchmesser wählen

    Linearkugellager werden auf einer Welle mit dem Außenkörper geführt, daher muss der Wellendurchmesser d zur Welle passen. Der Wellendurchmesser der aufgeführten Produkte beträgt 3 bis 60 mm. Die Bauform und Baugröße ergeben sich aus der Bezeichnungsnummer. Zusätzlich sind der Außendurchmesser D zu prüfen und die Passung der Gehäusebohrung zu kontrollieren.

  2. 2. Dynamische Tragzahl anhand von Last und Lebensdauer prüfen

    Die dynamische Grundtragzahl C ist die Bezugsgröße für die Berechnung der nominellen Lebensdauer. Bei den aufgeführten Produkten liegt sie im Bereich von 20,3 bis 323 N. Aus der tatsächlich wirkenden Last und den Betriebsbedingungen wird die erforderliche Lebensdauer ermittelt. Anschließend wählt man eine Größe mit ausreichender Reserve zu C, eine Rollenbauform oder eine Doppelausführung.

  3. 3. Stillstand und Stoßbelastung anhand der statischen Tragzahl bewerten

    Die statische Grundtragzahl C0 ist die zulässige Bezugsgröße für Belastungen im Stillstand oder bei Stoßbelastung. Damit bleibende Verformungen an Wälzkörpern und Laufbahnen vermieden werden, ist für die maximale Last eine statische Sicherheitszahl einzuhalten. Bei Anwendungen mit Momentenbelastung ist dies besonders wichtig.

  4. 4. Schienenlänge und Hub aufeinander abstimmen

    Bei Bauformen mit begrenztem Hub, etwa Kreuzrollenführungen, bestimmen die Schienenlänge L und die Länge des Käfigs den nutzbaren Hub. Die Schienenlänge der aufgeführten Produkte beträgt 80 bis 600 mm. Es ist zu prüfen, ob die Länge für den erforderlichen Hub ausreicht und ob sie in den verfügbaren Einbauraum passt.

  5. 5. Genauigkeitsklasse und Vorspannung je nach Anwendung festlegen

    Genauigkeitsklassen, etwa für die Parallelität der Laufbahn, und die Vorspannung (Verringerung des inneren Spiels) beeinflussen die Positioniergenauigkeit und die Steifigkeit. Eine höhere Vorspannung erhöht die Steifigkeit, vergrößert aber auch den Reibwiderstand. Die Auswahl erfolgt entsprechend dem Verhältnis von geforderter Genauigkeit und leichtgängiger Bewegung.

  6. 6. Werkstoff und Ausführung für die Einsatzumgebung wählen

    In Reinraum-, Vakuum-, Korrosions- und Hochtemperaturumgebungen unterscheiden sich Werkstoffe des Gehäuses und der Wälzkörper, das Schmierverfahren und das Vorhandensein von Abdichtungen von Standardausführungen. Um Staubentwicklung, Gasabgabe und Rostbildung zu verhindern, wählt man Produkte mit Werkstoffen und Ausführungen, die auf die Umgebung abgestimmt sind. Bei Bedarf sind auch unmagnetische oder isolierende Ausführungen zu prüfen.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.