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Schrägkugellager

Schrägkugellager sind Kugellager, bei denen die Linie zwischen den Berührungspunkten von Kugel und Innen- bzw. Außenringlaufbahn einen Winkel (Berührungswinkel) gegenüber der Radialrichtung bildet, und sie können gleichzeitig Radial- und Axialbelastung aufnehmen. Einreihige Lager können nur Axialkraft in einer Richtung aufnehmen, daher werden üblicherweise zwei oder mehr Lager in Rückenanordnung (DB), Stirnanordnung (DF) oder Tandemanordnung (DT) kombiniert oder zweireihige Bauformen verwendet. Durch Vorspannung (eine vorab aufgebrachte innere Belastung) in der Kombination steigen Steifigkeit und Laufgenauigkeit, weshalb sie zur Lagerung von Werkzeugmaschinenspindeln, Kugelgewindetrieben sowie Pumpen und Verdichtern eingesetzt werden, bei denen hohe Drehzahl, hohe Präzision und Axialbelastung auftreten.

Schrägkugellager richtig auswählen

  1. 1. Axiale Tragfähigkeit über den Berührungswinkel bestimmen

    Ein größerer Berührungswinkel erhöht die Axialbelastbarkeit und die axiale Steifigkeit, ein kleinerer eignet sich besser für hohe Drehzahlen. Die aufgeführten Produkte haben 15 bis 60°, üblich sind 15°, 30° und 40°. Für die Lagerung von Kugelgewindetrieben werden große Berührungswinkel verwendet. Die Auswahl erfolgt anhand des Lastverhältnisses und der Drehzahl.

  2. 2. Kombinationsform passend zur Lastrichtung wählen

    DB ist widerstandsfähig gegen Momentenbelastung und erhöht die Wellensteifigkeit, DF toleriert leichter Schiefstellungen durch Montagefehler. DT verteilt große einseitige Axialkräfte auf mehrere Reihen. Bei Axialkräften in beiden Richtungen sind DB- oder DF-Anordnungen bzw. zweireihige Bauformen erforderlich.

  3. 3. Hauptabmessungen passend zu Welle und Gehäuse

    Die Innendurchmesser richten sich nach dem Wellendurchmesser, die Außendurchmesser nach der Gehäusebohrung. Die aufgeführten Produkte haben Innendurchmesser von 30 bis 670 mm und Außendurchmesser von 55 bis 900 mm. Es ist zu prüfen, ob die Breite einschließlich der Gesamtbreite bei Kombination in den axialen Bauraum passt.

  4. 4. Lebensdauer anhand der dynamischen Tragzahl prüfen

    Die dynamische Tragzahl Cr ist der Bezugswert für die nominelle Lebensdauerberechnung; die aufgeführten Produkte haben 18,9 bis 191 kN. Aus Radial- und Axialbelastung wird die dynamisch äquivalente Belastung bestimmt und geprüft, ob die erforderliche Lebensdauer erreicht wird. Bei Stößen oder hohen Lasten im Stillstand ist zusätzlich die statische Tragzahl C0r zu prüfen.

  5. 5. Zulässige Drehzahlen je Schmierverfahren

    Die zulässigen Drehzahlen unterscheiden sich zwischen Fettschmierung und Ölschmierung, wobei Ölschmierung höher angesetzt ist. Größere Kombinationen oder Vorspannungen erhöhen die Wärmeentwicklung und senken die praktisch nutzbare Drehzahl. Daher ist zusammen mit dem Schmierverfahren zu prüfen, ob ausreichend Drehzahlreserve vorhanden ist.

  6. 6. Genauigkeitsklasse und Käfig je nach Anwendung

    Für allgemeine Industriemaschinen werden Toleranzklasse JIS 0 gewählt, für Stellen mit hohen Laufgenauigkeitsanforderungen wie Werkzeugmaschinenspindeln Hochpräzisionsklassen wie 5 oder 4. Die Käfige bestehen aus Stahlblech, Kunstharz oder Messing (massiv gefräst); Werkstoff, Hochgeschwindigkeitseignung, Temperaturbeständigkeit und Schmierbedingungen sind abzustimmen.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.