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Reibungskupplungen

Friction-Joints sind Bauteile, die zwischen Welle und Nabe eingesetzt werden. Durch Anziehen der Klemmschrauben drücken Keilwirkung die Innen- und Außenringe radial auseinander, und die dabei entstehende Reibkraft verbindet Welle und Nabe kraftschlüssig. Ohne Passfeder und Passfedernut lassen sich Drehmoment und Axialkraft (Schubkraft) übertragen. Die Verbindungsposition kann sowohl axial als auch in Drehrichtung frei gewählt werden, was die Positionierung erleichtert. Nach dem Lösen der Schrauben wird die Verbindung aufgehoben, und mithilfe der Abdrückgewinde lässt sie sich demontieren, wodurch Montage, Einstellung und Wartung weniger aufwendig sind. Sie kommen in Antriebsbaugruppen zum Einsatz, in denen Riemenscheiben, Kettenräder, Zahnräder oder Kupplungen auf einer Welle fixiert werden. Neben dem Standardprogramm sind Ausführungen mit Korrosionsschutzbehandlung verfügbar.

Reibungskupplungen richtig auswählen

  1. 1. Auf Wellen- und Nabenbohrungsdurchmesser abstimmen

    Der Wellendurchmesser d entspricht dem Außendurchmesser der aufzunehmenden Welle, der Außendurchmesser D ist das Maß, das in die Nabenbohrung passt. Da die reibschlüssige Verbindung von der Kontrolle des Passungsspiels abhängt, sind auch die Toleranzen und Oberflächenrauheiten von Welle und Nabenbohrung auf die vom Hersteller vorgegebenen Werte zu prüfen und zu fertigen.

  2. 2. Zulässiges Übertragungsmoment mit Reserve auslegen

    Überschreitet das zulässige Übertragungsmoment T, rutscht die Verbindungsfläche, was zu Lageverschiebungen und Verschleiß führen kann. Die Auswahl sollte nicht nur auf dem Nenndrehmoment des Motors beruhen, sondern auf dem Spitzenmoment bei Anlauf oder Stoßbelastung multipliziert mit einem Betriebsfaktor.

  3. 3. Gleichzeitige Wirkung mit der Axialkraft prüfen

    Bei Anwendungen mit Axialbelastung ist die zulässige Axialkraft (Schubkraft) zu prüfen. Wirken Drehmoment und Axialkraft gleichzeitig, teilen sie sich die Reibkraft, sodass die einzelnen Grenzwerte nicht unbedingt unabhängig voneinander genutzt werden können. Die Handhabung der kombinierten Belastung ist beim Hersteller zu erfragen.

  4. 4. Nabenstirnflächenpressung zur Prüfung der Nabenfestigkeit

    Beim Festziehen wirkt auf die Nabeninnenfläche eine Flächenpressung, wodurch die Nabe aufgeweitet wird. Aus der Flächenpressung an der Nabe und der Streckgrenze des Nabenwerkstoffs werden der erforderliche Nabenaußendurchmesser und die Wanddicke bestimmt. Bei dünnwandigen Naben oder Werkstoffen mit geringer Festigkeit, etwa Aluminium, ist zu prüfen, ob Bruch oder Verformung auftreten. Entsprechend ist die Wellenseite anhand der Wellenflächenpressung zu untersuchen.

  5. 5. Nabenbreite und Gesamtlänge ins Verhältnis setzen

    Die Gesamtlänge L ist die axiale Länge der Verbindung. Ist die Nabenbreite kürzer als diese, fehlt die Verbindungsfläche und die Leistung wird nicht erreicht. Mit dem verfügbaren Bauraum abgleichen, ob die Nabenbreite die Gesamtlänge erfüllt und ausreichend Platz für Schraubenkopf und Werkzeug vorhanden ist.

  6. 6. Mit vorgeschriebenem Anzugsmoment gleichmäßig festziehen

    Die Übertragungsleistung hängt von der Anzugskraft der Klemmschrauben ab. Das Anzugsmoment (bei den aufgeführten Produkten 1 bis 142 N·m) ist mit einem Drehmomentschlüssel zu kontrollieren, und die Schrauben sind in diagonaler Reihenfolge in mehreren Durchgängen gleichmäßig anzuziehen. Vorab sind die benötigte Werkzeuggröße und die Verwendung der Abdrückgewinde zu klären.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.