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Schmierstoffe für Lebensmittelmaschinen

Schmierstoffe für Lebensmittelmaschinen sind Fette und Öle für Lager, Ketten, Getriebe und ähnliche Bauteile in Anlagen der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie, die mit Produkten zufällig in Berührung kommen können. Sie werden aus Komponenten hergestellt, deren Unbedenklichkeit für den Menschen geprüft wurde, und sind überwiegend nach der NSF-Kategorie H1 (zufälliger Lebensmittelkontakt zulässig) oder vergleichbaren Kriterien registriert. Als Grundöle kommen weißes Mineralöl, synthetische Öle wie PAO sowie PFPE (Fluorpolyetheröl) für hohe Temperaturen zum Einsatz. Als Verdickungsmittel werden Calciumsulfonat-basierte Systeme und PTFE verwendet. Die Auswahl richtet sich nach den Einsatzbedingungen wie feuchter Umgebung durch Reinigungswasser oder Dampf, Hochtemperaturbereiche etwa in Backöfen und zentralen Schmiersystemen.

Schmierstoffe für Lebensmittelmaschinen richtig auswählen

  1. 1. NSF-Registrierungskategorie zur Prüfung des Lebensmittelkontakts

    Für Schmierstellen, die zufällig mit Lebensmitteln in Berührung kommen können, wird in der Regel ein H1-registriertes Produkt verwendet. H2 ist für Stellen vorgesehen, die keinen Lebensmittelkontakt haben. Da in den Unterlagen zur betrieblichen Sicherheitsüberwachung (z. B. HACCP) häufig Registriernummern verlangt werden, sollten NSF-Registriernummer und eine etwaige Registrierung nach ISO 21469 ebenfalls geprüft werden.

  2. 2. Einsatztemperaturbereich an die Anlagenbedingungen anpassen

    Förderbänder und Verpackungsmaschinen im Bereich von Raumtemperatur bis mittlerer Temperatur erfordern andere Produkte als Hochtemperaturbereiche wie Backöfen. Fette mit PTFE-Verdicker und PFPE-Grundöl sind für Beispiele mit 180 bis 240 °C ausgelegt. Bei Kühl- und Tiefkühlanlagen wird zusätzlich die Pumpbarkeit bei der unteren Grenztemperatur geprüft.

  3. 3. Grundöltyp für Hitzebeständigkeit und Lebensdauer wählen

    Weißes Mineralöl eignet sich für allgemeine Anwendungen, synthetische Öle wie PAO bieten eine bessere Tieftemperatureigenschaft und Oxidationsstabilität. PFPE weist bei hohen Temperaturen geringe Verdampfungsverluste auf und ist für extreme Bedingungen geeignet. Verschiedene Grundöltypen sollten jedoch nicht gemischt werden, da dies die Leistung verschlechtern kann. Beim Wechsel von einem bestehenden Produkt ist das alte Fett daher vor dem Befüllen vollständig zu entfernen.

  4. 4. Verdickungsmittel nach Wasserbeständigkeit und Tragfähigkeit wählen

    Calciumsulfonat-basierte Fette zeichnen sich durch gute Wasserbeständigkeit, Korrosionsschutz und Hochdruckeigenschaften aus und eignen sich für feuchte Umgebungen mit Reinigungswasser sowie für stark belastete Lager. Bei Hochlastanwendungen wird zusätzlich die Schweißlast im Vierkugel-Test (z. B. 3400 N) berücksichtigt. Die Mischung mit anderen Verdickungsmitteln kann zu Erweichung oder Entmischung führen, daher ist die Verträglichkeit zu prüfen.

  5. 5. Grundölviskosität an Last und Drehzahl anpassen

    Die aufgeführten Produkte haben eine kinematische Viskosität bei 40 °C von 150 bis 460 mm2/s. Bei niedriger Drehzahl und hoher Last ist eine höhere Viskosität, bei hoher Drehzahl eine niedrigere Viskosität hinsichtlich Schmierfilmbildung und Wärmeentwicklung günstiger. Die Auswahl sollte anhand der vom Lagerhersteller angegebenen erforderlichen Viskosität und Betriebstemperatur erfolgen. Bei Hochtemperaturbetrieb ist außerdem die kinematische Viskosität bei 100 °C (16 bis 42 mm2/s) zu prüfen.

  6. 6. NLGI-Klasse und Gebindegröße an das Schmierverfahren anpassen

    NLGI 2 ist eine für Wälzlager allgemein übliche Konsistenz. Bei automatischen Schmiergeräten und zentralen Schmiersystemen wird eine NLGI-Klasse mit guter Pumpbarkeit gewählt. Die Gebindegrößen reichen von 1 kg bis 420 kg. Für manuelles Abschmieren mit Fettpresse eignen sich Kartuschen, für viele Schmierstellen Eimer oder Fässer. Die empfohlene Lagerdauer ungeöffneter Ware beträgt etwa zwei Jahre.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.