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Automatische Schmiergeräte

Automatische Schmiergeräte sind Einzelpunkt-Schmierer, die an Schmierstellen wie Lagern oder Ketten montiert werden und das Schmiermittel über einen eingestellten Zeitraum kontinuierlich in kleinen Mengen abgeben. Das gezeigte Beispiel ist ein Einwegtyp, bei dem der Gasdruck einer Gaszelle einen Kolben drückt und Fett oder Öl ausstößt. Mit einem Drehknopf lässt sich die Abgabedauer im Bereich von 1 bis 12 Monaten einstellen. Neben Produkten mit werkseitig eingefülltem Schmiermittel gibt es leere Einheiten nur für Öl, die mit einem frei gewählten Öl befüllt werden. Eingesetzt werden sie an Stellen mit schwer erreichbarer oder gefährlicher Schmierung und an Anlagen mit vielen Schmierstellen, etwa an Lagergehäusen, Elektromotoren, Ventilatoren, Pumpen, Förderbändern, Ketten, Aufzügen und Rolltreppen, um vergessene oder überschüssige Schmierung zu vermeiden und den Wartungsaufwand zu verringern.

Automatische Schmiergeräte richtig auswählen

  1. 1. Passendes Schmiermittel für die Anwendung wählen

    Werkseitig eingefüllte Schmiermittel sind als Hochtemperatur-Ausführung, für hohe Lasten bzw. Extreme-Pressure-Anwendungen, als NSF-H1-zertifizierte Ausführung für Lebensmittelmaschinen sowie als biologisch abbaubare Ausführung erhältlich. Für Lager ist Fett üblich, für Ketten Öl. Da das Vermischen mit vorhandenen Schmiermitteln die Leistung beeinträchtigen kann, sollten Marke und Verdickerkompatibilität geprüft werden. Soll ein anderes Öl verwendet werden, ist eine leere Einheit zu wählen.

  2. 2. Volumen anhand des benötigten Schmierbedarfs festlegen

    Die Standardvolumina sind 60 ml und 125 ml. Das Volumen ergibt sich aus dem Schmierbedarf je Schmierstelle (z. B. Herstellerempfehlung) multipliziert mit dem gewünschten Austauschintervall. Bei gleicher Abgabedauer fördert ein größeres Volumen pro Zeiteinheit mehr Schmiermittel, daher ist zu prüfen, ob die Größe zur Schmierstelle passt, ohne über- oder unterzudimensionieren.

  3. 3. Abgabedauer auf das Austauschintervall abstimmen

    Das gezeigte Beispiel lässt sich auf 1 bis 12 Monate einstellen. Die Abstimmung auf den Turnus der regelmäßigen Wartung ermöglicht es, den Austausch zusammenzufassen. Gasgetriebene Ausführungen ändern ihre Abgabegeschwindigkeit mit der Umgebungstemperatur. Deshalb sollte der Füllstand im transparenten Behälter regelmäßig überprüft werden, um zu kontrollieren, ob er wie eingestellt abnimmt.

  4. 4. Maximalen Betriebsdruck und Leitungsbedingungen prüfen

    Der maximal erzeugte Druck des gezeigten Produkts beträgt 5 bar. Da der Druck gering ist, kann es bei Montage in größerem Abstand über einen Schlauch durch den Leitungswiderstand zu keiner Abgabe kommen. Die direkte Montage ist die Regel. Bei festem Fett oder langen Leitungen ist zu prüfen, ob der Durchgang verstopft ist und der Gegendruck nicht zu hoch ist.

  5. 5. Gewindenorm des Schmiernippels angleichen

    Passt das Befestigungsgewinde nicht zur Norm der Schmierstelle (z. B. Bohrung für Schmiernippel), wird ein Adapter benötigt. Gewindenorm und Größe der Anlagenseite sind vorab zu prüfen. Bei Ölausführungen ist außerdem zu kontrollieren, ob ein Rückschlagventil im Lieferumfang enthalten ist.

  6. 6. Einsatzumgebung und Explosionsschutz prüfen

    Der zulässige Umgebungstemperaturbereich beeinflusst die Stabilität der Abgabemenge und die Leistung des Schmiermittels und ist mit dem Montageort abzugleichen. In explosionsgefährdeten Bereichen, etwa mit brennbaren Gasen, sind ATEX-zertifizierte Produkte zu wählen, die der Zone passen (teilweise auch für Zone 0 verfügbar).

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.