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Untersetzungsgetriebe

Ein Getriebe (Untersetzungsgetriebe) verringert die Drehzahl eines Motors über Zahnräder oder Rollenmechanismen und erhöht dabei das Abtriebsmoment. Zu den Bauarten gehören Planetengetriebe, Exzenter-Schwinggetriebe und Traction-Drive-Getriebe, bei denen die Kraft über das Abrollen von Rollen übertragen wird. Bei der Abtriebswellenanordnung gibt es koaxiale und parallele Wellen mit gleicher Richtung wie die Motorwelle sowie rechtwinklige Wellen für die Abtriebsrichtung im rechten Winkel. Hohl- und Vollwellenformen sind wählbar. Hochpräzise Ausführungen in Kombination mit Servomotoren werden in Werkzeugmaschinen, Industrierobotern, Verpackungsmaschinen, Anlagen zur Halbleiter- und FPD-Fertigung sowie für Fahrachsen von AGVs zur Positionierung und Förderung eingesetzt.

Untersetzungsgetriebe richtig auswählen

  1. 1. Untersetzungsverhältnis aus benötigter Drehzahl und Drehmoment bestimmen

    Die Abtriebsdrehzahl ergibt sich aus der Motordrehzahl geteilt durch das Untersetzungsverhältnis, das Abtriebsmoment ist näherungsweise das Untersetzungsverhältnis mal dem Motormoment (abzüglich des Wirkungsgradverlusts). Zuerst werden die erforderliche Drehzahl und das Drehmoment auf Lastseite ermittelt und dann ein Untersetzungsverhältnis gewählt, das beide Anforderungen erfüllt.

  2. 2. Ausreichende Reserve bei der zulässigen Abtriebsmomentbelastung

    Es ist zu prüfen, ob das Nenndrehmoment der Abtriebswelle das Lastmoment übersteigt. Beim Anfahren und Anhalten treten Momente oberhalb des Nennwerts auf, daher ist zusätzlich das zulässige Spitzenmoment bei Anlauf und Stopp (bezogen auf das Nennmoment, z. B. Produkte mit 350 %) zu vergleichen.

  3. 3. Zulässige Motorleistung des Kombinationsmotors prüfen

    Für jedes Getriebe ist festgelegt, welche Motorleistung angebaut werden darf. Ist die Motorleistung zu groß, kann das Moment nach der Untersetzung den Grenzwert überschreiten. Daher ist die Wahl innerhalb des zulässigen Motorleistungsbereichs zu treffen und die Passung des Anbauflansches zu kontrollieren.

  4. 4. Verdrehspiel entsprechend der Positioniergenauigkeit wählen

    Das Verdrehspiel ist das Spiel in Drehrichtung der Abtriebswelle und wird in Winkelminuten (1/60 Grad) angegeben. Bei Positionier- und Hin- und Herbewegungen ist ein kleinerer Wert vorteilhaft. Es sind Produkte mit 1 oder 3 Winkelminuten sowie spielfreie Ausführungen mit Traction-Drive-Prinzip erhältlich.

  5. 5. Wellenbauform passend zum Anlagenlayout auswählen

    Je nachdem, ob koaxial, parallel oder rechtwinklig gewählt wird, ändert sich die Anordnung im Gerät. Rechtwinklige Wellen verringern die Einbautiefe durch rechtwinklige Montage, und Hohlwellen ermöglichen das direkte Aufstecken der Gegenwelle. Zusätzlich ist zu prüfen, ob eine Fußmontage oder eine Flanschmontage erforderlich ist.

  6. 6. Eingangsdrehzahl und Außenmaße als Einschränkungen beachten

    Bei Hochgeschwindigkeitsbetrieb ist zu prüfen, dass die maximal zulässige kurzzeitige Eingangsdrehzahl (z. B. 7000 U/min) nicht überschritten wird. Außerdem sind in der Konstruktionsphase der Außendurchmesser im verfügbaren Bauraum und die Möglichkeit eines Austauschs gegen bestehende Produkte mit identischen Abmessungen zu prüfen.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.