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AC-Servoverstärker

AC-Servoverstärker versorgen Servomotoren mit Strom und steuern anhand der Positions- und Geschwindigkeitsinformationen vom Encoder Position, Drehzahl und Drehmoment mit hoher Genauigkeit. Die Wechselspannung wird gleichgerichtet und anschließend über eine Wechselrichterschaltung als variable Frequenz und variabler Strom an den Motor ausgegeben. Strom-, Drehzahl- und Positionsregelkreise werden mit hoher Geschwindigkeit berechnet. Sollwerte von der übergeordneten Steuerung werden über Impulsfolgen, analoge Spannung oder Feldbusse wie EtherCAT und PROFINET empfangen. Es gibt Ausführungen für einphasige 200-V-Netze mit kleiner Leistung, Niederspannungstypen mit DC 24 V/48 V sowie Geräte für Direktantriebsmotoren, die in Verpackungsmaschinen, Fördertechnik, Werkzeugmaschinen und Halbleiterfertigungsanlagen eingesetzt werden.

AC-Servoverstärker richtig auswählen

  1. 1. Motorleistung des Antriebs prüfen

    Servoverstärker sind je nach anschließbarer Motorleistung in verschiedenen Typen erhältlich, und viele sind für eine bestimmte Motorserie ausgelegt. Prüfen Sie, ob Motortyp und Ausgangsleistung in der Kombinationstabelle mit dem Motor übereinstimmen. Bei speziell ausgelegten Geräten, etwa für Direktantriebsmotoren, ist zusätzlich die Serienkompatibilität zu prüfen.

  2. 2. Nenn- und Spitzenausgangsstrom an die Last anpassen

    Der Nennausgangsstrom bestimmt den Dauerbetrieb, der maximale Ausgangsstrom das Drehmoment bei Beschleunigung und Verzögerung. Bei den aufgeführten Produkten reicht der maximale Ausgangsstrom von 20 bis 50 Arms. Ermitteln Sie aus dem Bewegungsprofil das erforderliche Spitzendrehmoment und das effektive Drehmoment und prüfen Sie, ob beide Stromwerte ausreichen.

  3. 3. Spannung und Phasenzahl der Hauptstromversorgung abstimmen

    Die Eingangsspezifikationen unterscheiden sich je nach Gerät, etwa einphasig 200 bis 240 V, dreiphasig 200-V-Netz oder Niederspannungstyp mit DC 24 V/48 V. Prüfen Sie, ob Netzspannung und Phasenzahl der Anlage übereinstimmen oder ob das Gerät sowohl einphasigen als auch dreiphasigen Betrieb unterstützt. Stellen Sie außerdem sicher, dass die Anlage die benötigte Versorgungsleistung bereitstellen kann (bei den aufgeführten Produkten 0,9 bis 1,3 kVA).

  4. 4. Feldbusstandard und Zykluszeit prüfen

    EtherCAT, PROFINET, SV-NET und weitere unterstützte Standards sind je nach Gerät festgelegt und müssen mit der übergeordneten Steuerung übereinstimmen. Bei synchronem Betrieb mehrerer Achsen ist außerdem zu prüfen, ob der Kommunikationszyklus die Anforderungen an die Regelzykluszeit erfüllt, zum Beispiel 250 µs oder weniger bei PROFINET IRT.

  5. 5. Eingangsfrequenz und Auflösung bei Impulssteuerung

    Bei Sollwertvorgabe über Impulsfolgen ist zu berechnen, ob die maximale Eingangsfrequenz (bei den aufgeführten Produkten 8 bis 500 kHz) für die erforderliche Geschwindigkeit und Auflösung ausreicht. Die Positionserfassungsauflösung des Encoders, zum Beispiel 4.194.304 Counts/Umdrehung, beeinflusst die Positioniergenauigkeit und den gleichmäßigen Lauf bei niedriger Drehzahl.

  6. 6. Einbaumaße im Schaltschrank und Sicherheitsfunktionen

    Für die Montage im Schaltschrank sind Außenabmessungen, Masse (bei den aufgeführten Produkten 0,8 bis 21 kg) und zulässige Umgebungstemperatur zu prüfen. Wird eine Konformität mit Sicherheitsnormen benötigt, sind außerdem das Vorhandensein der integrierten Funktion Safe Torque Off (sichere Drehmomentabschaltung) und eines integrierten EMV-Filters zu prüfen.

Dieser Leitfaden wurde von AI auf Grundlage der Unterlagen und Spezifikationsangaben der aufgeführten Produkte erstellt. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Unterlagen des jeweiligen Herstellers.